Zahnentfernung

Eine Zahnentfernung (Extraktion) ist notwendig, wenn ein Zahn aufgrund einer tiefgehenden Zerstörung oder Fraktur (Bruch) nicht erhalten werden kann. Auch bei anhaltenden entzündlichen Beschwerden von Zähnen mit einer bereits erfolgten Wurzelkanalbehandlung bzw. Wurzelspitzenresektion oder zur Vorbereitung für umfassende Zahnersatzplanungen können Zahnentfernungen notwendig sein.

In der Regel wird die Zahnentfernung unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) vorgenommen. Durch eine schonende Lockerung kann der Zahn aus dem Zahnfach (Alveole) herausgelöst werden. Unter Umständen ist es notwendig, den Zahn in mehrere Teilstücke zu trennen, um ein behutsameres und gewebeschonenderes Vorgehen zu garantieren.

Auch die Entfernung der Weisheitszähne sollte in Betracht gezogen werden. Weisheitszähne haben oft nicht ausreichend Platz, um sich in die Zahnreihen einzugliedern. Aufgrund von Verlagerungen können Weisheitszähne bei der Zahnpflege schwer zugänglich sein und es entstehen gehäuft Entzündungen durch angrenzende Zahnfleischtaschen.

Grundsätzlich sollte nach einer Zahnentfernung ein Termin zur Kontrolle der Wundheilung und gegebenenfalls zur Nahtentfernung vereinbart werden. 

Nachfolgend haben wir für Sie einige Hinweise für das Verhalten nach der Zahnentfernung zusammengestellt.

Bei Fragen erreichen Sie uns unter den Telefonnummern: +49 331 2316252 sowie +49 160 8855530 und e-mail: info@zahnarzt-potsdam.de.

Was muss ich nach einer Zahn-OP beachten?

Verhaltensempfehlungen nach einem operativen Eingriff im Mund-Kiefer-Bereich.

  1. Die aktive Teilnahme am Straßenverkehr kann NICHT empfohlen werden.
  2. Bitte auf den eingelegten Tupfer für 60 Minuten FEST aufbeißen, um eine erste ungestörte Blutgerinnung zu gewährleisten. Den Tupfer danach vorsichtig entfernen.
  3. Kühlen der Wundregion von außen reduziert Wundschmerzen und Schwellungen. Achten Sie darauf, die Haut nicht durch lang anhaltenden, direkten Hautkontakt zu unterkühlen.
  4. Während die örtliche Betäubung anhält, bitte NICHT essen und trinken.
  5. Vermeiden Sie bitte körperliche Anstrengungen und Saunabesuche.
  6. Eine wundbedingte Schwellung, Wundschmerz und bläuliche Verfärbung der Schleimhaut bzw. Haut sind nach einem operativen Eingriff für 3 Tage normal.
  7. Die mitgegebenen Schmerzmittel können Sie DIREKT (vor Nachlassen der Betäubung) und bei Bedarf einnehmen. Vermeiden Sie bitte Präparate mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure, z.B. Aspirin.
  8. Die Einnahme eines Antibiotikums sollte nur nach Verschreibung erfolgen und ist nach Anweisung über die gesamte Verschreibungsdauer einzunehmen. Sollten Sie gleichzeitig ein weiteres Antibiotikum einnehmen, halten Sie bitte diesbezüglich Rücksprache.
  9. Die Einnahme eines Antibiotikums kann die Wirksamkeit schwangerschaftsverhütender Mittel („Antibabypille“) beeinträchtigen.
  10. Verzichten Sie bitte auf Rauchen und Alkoholgenuss, um den Wundheilungsprozess nicht zu stören.
  11. Schonen Sie die Wunde. Verzichten Sie bitte auf harte und krümelige Speisen sowie auf Milchprodukte.
  12. Bitte spülen Sie NICHT in der Wundregion. Ihre Zähne können Sie unter Auslassen des Wundbereiches vorsichtig putzen.
  13. Bei Auftreten einer Nachblutung aus der Wunde beißen Sie bitte für 2 h auf die mitgegebenen sterilen Tupfer.
  14. Bei anhaltender Nachblutung oder Schwellung des Wundbereichs mit starken Entzündungszeichen melden Sie sich bitte in der Praxis.

Ihre Zahnarzt in Potsdam wünscht Ihnen eine gute Besserung!